Odaiba: Tokyo`s futuristic island

Wenn ich von potentiellen Tokyo-Reisenden gefragt werde, was denn so meine Empfehlungen für Tokyo seien, ist Odaiba eigentlich immer unter meinen Top 5 dabei. Das Interessante an der Stadt Tokyo ist ja, dass sie so viele Gesichter hat und jedes Stadtviertel seine ganz eigene Geschichte schreibt sowie ganz bestimmte Besucher anzieht (…mal abgesehen von den Hunderttausenden Touristen…). Während Asakusa ein Überbleibsel des traditionellen Tokyo darstellt, Harajuku und Shibuya Sinnbild für die Jugendkultur und junge Mode sind, Akihabara als das Geek- und Elektronikviertel gilt, usw., gibt es da auch noch Odaiba, eine künstliche Insel in der Bucht Tokyos, die für mich das futuristische Pendant zu Asakusa darstellt. Natürlich zeigt Tokyo seine modernen Seiten auch hier und da in anderen Stadtvierteln, Odaiba könnte man jedoch als krönenden Hightech-Gipfel ansehen, – zumindest was das Landschaftsbild angeht!

Das beginnt alleine schon mit der Einschienenbahn, die einen im Minutentakt über die Rainbow Bridge, die namensgebend nachts (ab und zu) in allen Regenbogenfarben leuchtet, auf die kleine Insel bringt. Weiter geht es mit den Fuji TV – Studios, die mit ihrer Kombination aus symmetrischen Formen wirken, als wären sie gerade einem Science Fiction Film entsprungen, und auch Tokyo Big Sight, eine riesige Messe- und Ausstellungshalle, braucht sich dahinter nicht zu verstecken. Um das Bild sozusagen perfekt zu machen, steht nun hinter einem der Einkaufszentren auch noch ein eindrucksvoller 18m hoher Gundam-Roboter, der jedoch noch auf die zukünftigen Technologien wartet, die ihm Bewegungen beibringen sollen.

Ich mochte Odaiba von Anfang an. Und zwar nicht nur wegen der vielen Attraktionen und Kuriositäten wie einer Miniatur-Freiheitsstatue, sondern auch, weil es etwas bietet, das es in Tokyo selten gibt: Platz. Die Gehwege sind breit und die vielen Einkaufszentren liegen so weit auseinander, dass einem die Masse der Menschen nicht direkt auffällt, – auch wenn die Zahl der Besucher sich in den letzten Jahren deutlich erhöht hat. Bei gutem Wetter kann man viele Kinder sehen, die am Strand spielen, Familien mit Kinderwägen beim Spaziergang und sogar ein paar Zauberkünstler, die ihr Publikum mit eigenen Tricks zu begeistern versuchen. Sie alle hauchen der Kühle der abstrakten Gebäude Odaibas Wärme ein und füllen die Künstlichkeit der Insel mit Leben. Ob man nun zum Shoppen, Sightseeing, für ein wenig (Raum-) Freiheit oder aus anderen Gründen nach Odaiba kommt, – enttäuscht wird man dort nicht.

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