Nokonoshima – An encounter with goats, rabbits and many flowers

Wenn man in einem Flugzeug sitzt, das über Japan fliegt, und gerade aus dem Fenster guckt, kann man in der Nähe der Hauptinsel viele kleine Inseln entdecken, die aus dem Meer emporragen und von oben wie winzige dunkle Farbklekse aussehen, die versehentlich auf die kristallblaue Leinwand gekommen sind. Ich frage mich dann immer, was für ein Leben die Menschen auf diesen kleinen Inseln führen, oder ob sie überhaupt bewohnt sind, wie die Natur dort aussieht oder welche Tiere sich eingenistet haben…daher fühle ich mich immer ein bisschen wie Indiana Jones, wenn ich mit der Fähre zu einer dieser Inseln fahre, um auf Entdeckungsreise zu gehen.

Die diesmalige Expedition führte mich und meine Freundin nach Nokonoshima, eine Insel, die in der Hakata-Bucht ganz in der Nähe Fukuokas liegt. Nach einer 10-minütigen Fahrt mit der Fähre erwartete uns nicht etwa ein undurchdringlicher Dschungel, sondern einige kleine Häuschen, die ihre besten Jahre bereits hinter sich hatten, eine breite Straße und eine Bushaltestelle. Da wollten wir nun auch hin, da uns der Bus zu unserem eigentlichen (Forschungs-) Ziel, dem „Island Park“ bringen sollte. Der kleine Park beherbergt eine Menge farbenfroher Flora und Fauna und kann sozusagen in jeder Jahreszeit mit Feldern voller Blumenmeeren aufwarten, wie zum Beispiel im Frühling mit Rapsblüten und Azaleen, im Sommer mit Sonnenblumen und jetzt im Herbst mit Kosmeen. Nun wusste ich, bevor ich nach Japan kam, nicht wirklich, was Kosmeen sind, sie tragen aber auf Japanisch oder Englisch ganz cool einen Namen, der wie „Kosmos“ klingt und sprießen, zumindest auf dem Land, an jeder Straßenecke lila und rosa aus dem Boden, weswegen ich sie schnell ins Herz schloss.

Dabei muss ich sagen, dass Nokonoshima sehr gut darin ist, seinen kleinen Insel-Park zu vermarkten. Wenn es nicht gerade, wie bei uns geschehen, trüb und regnerisch ist, strömen die Stadtbesucher wohl vor allem an Wochenenden für einen kurzen Ausflug zum Hafen. Im Park selbst gibt es nicht nur die besagten Blumen zu bestaunen, sondern auch einige Restaurants, ein Cafe, einen Grillplatz, ein paar wenige Geschäfte, Töpferwerkstätten und auch einen Streichelzoo mit Ziegen und Kaninchen, die lustig angehoppelt kommen, sobald man ihnen Futter anbietet.

Auch wenn sonst meistens ein einziger Besuch auf diesen kleinen Eiländern ausreicht, um meine Expeditionslust zu stillen, könnte ich mir durchaus vorstellen, im Sommer noch einmal hinzufahren, um auch dem Strand einen Besuch abzustatten oder die lebensfrohen Felder voller Sonnenblumen auf den Hügeln in der Nähe des Ozeans zu fotografieren.

2 Kommentare

  1. those flowers are so pretty!

    I love how much you’re exploring this country! I mean, who thinks to go to such a small little island to explore and have an adventure? I really love your spirit! I feel its shame when an expats never venture out the major cities.

    Liken

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