A Video Shoot at the Ocean

Eines schönen Januartages mieteten wir ein Auto und fuhren in Tokyos Nachbarpräfektur Chiba, um ein Musikvideo zu drehen. Da der Titel des Liedes zu dem Video „Across the Sea“ lautet, mussten die Szenen natürlich am Meer gedreht werden. Aber dazu später mehr.

Schon auf der 80 km langen Fahrt zur Kujukurihama-Küste war ich ein wenig aufgeregt. Nicht nur, weil wir das Video drehen würden, sondern auch, weil ich Meer und Strand immer schon mit Urlaub und Entspannung verbunden habe. Zudem konnte ich mich mehr genau erinnern, wann ich das letzte Mal am Ozean gewesen war, es musste zumindest schon ein halbes Jahr her gewesen sein. Japan ist zwar eine Insel und das Meer nie wirklich weit weg, das heißt aber natürlich trotzdem nicht, dass man sich jedes Wochenende angucken kann, wie die Sonne im Meer untergeht, vor allem nicht, wenn man in einer solch Zeit fressenden Stadt wie Tokyo lebt. Jedenfalls waren wir mit dem Auto unterwegs, und schneller als gedacht aus Tokyo hinaus in eine Gegend mit grünen Feldern am Straßenrand und weit auseinanderstehenden Häusern; die Luft wurde frischer, dann salzig, bis schließlich vor uns auf der rechten Seite der funkelnde Ozean auftauchte.

In der Küstenregion, die im Sommer gerne von Surfern und Tagesausflüglern aus Tokyo besucht wird, angekommen, machten wir uns zunächst auf die Suche nach etwas zu essen, und fanden uns in einem Restaurant wieder, an dem man sich verschiedenartige riesige Muscheln und Austern selbst am Tisch grillen konnte. Dann ging es an den Videodreh. Trotz des sonnigen Wetters und klaren blauen Himmels wehte uns ein eisiger Wind entgegen, der sich mit den Wellen des Meeres zu einem melancholischen Rauschen verband. Wir trotzten der Kälte, bis abends die Sonne jenseits des Ozeans hinter den Häusern versank, und genossen die Ruhe, die salzige Luft und die Weitläufigkeit des fast menschenleeren Strandes, die Freiheit versprach. Ich stellte mr vor, irgendwo in Küstennähe ein Haus zu haben, ein kleines Cafe, und jeden Morgen sehen zu können, wie sich die Sonne aus dem Meer emporhebt und den Himmel rosarot färbt. Natürlich alles Wunschgedanken, aber ein wenig gestärkt und entspannter ging es abends dennoch zurück zu unseren Alltagssorgen in Tokyo.

Und das Video? Seht selbst 😉

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