Photography Workshop: Japanese Schoolgirls

Heute geht es hier mal nur ums Fotografieren, was daran liegt, dass ich vor Kurzem zusammen mit neun weiteren Teilnehmerinnen an einem kleinen Foto-Kurs teilgenommen habe. Thema des Kurses war das Portrait-Fotografieren, und vor allem die Frage, wie man Mädchen dabei besonders gut in Szene setzt. Unsere hübschen Models waren zwei Oberschülerinnen, die von der Kursleiterin eigens angefertigte „Schuluniformen“ trugen.

Nun sind Schuluniformen in Japan ja ein ganz besonders spannendes Thema (zumindest für jemanden wie mich aus einem Land der freien Kleidungswahl während der Schulzeit) und aus dem Alltag nicht wegzudenken. Kinder tragen ab der Grund- oder Mittelschule bis zum Abschluss der Oberschule Uniformen, und jede Schule hat dabei ihr eigenes Design. Angeblich gibt es sogar Mädchen, die wegen eines bestimmten Designs eben unbedingt auf diese eine Schule gehen möchten. Die Schuluniform kommt natürlich auch in unzähligen Anime- und Manga-Serien vor, und reicht von Bewunderern bis hin zum sexuellen Fetisch. Neben diesen fragwürdigen Erscheinungen ist sie bezüglich ihrer weiblichen Trägerinnen mit ihren Röcken oder (sehr viel seltener) Kleidern jedoch vor allem eines: Ein Symbol für die Jugend und für das „Mädchen-Sein“.

Beim Foto-Shooting ging es nun vor allem darum, auf Licht, Schatten und Posen zu achten, um das „Weiche“ und „Mädchenhafte“ des Themas auszudrücken. Das Interessante war dabei, dass beide Models völlig unterschiedlich waren, und dabei meine ich nicht nur das Aussehen. Während ich mich vor allem auf das Fotografieren von Momoko (もも子) mit ihren langen Haaren und dem Porzellanpuppen-Gesicht freute, was es letztlich sehr viel schwieriger, sie zu fotografieren, da sie sehr schüchtern war und nicht so recht wusste, wie sie posieren sollte. Nana (飯田菜々), die mit den kurzen braunen Haaren, war da das völlige Gegenteil: Sie konnte von einem Moment auf den Anderen ihren Gesichtsausdruck ändern, frech lachen und dann plötzlich melancholisch zur Seite schauen, und hatte sichtlich Spaß am Shooting.

Da dies mein erstes Model-Shooting war, wusste ich noch nicht so recht, worauf man am besten achten sollte, und würde mir beim nächsten Mal sicher im voraus mehr Gedanken darüber machen, was ich fotografieren möchte und worauf ich den Fokus legen sollte. Hat jedoch trotzdem wahnsinnig Spaß gemacht 😉

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