Everything pink at Shibazakura – flower fields in Chichibu

In die Chichibu-Region in der Saitama-Präfektur bin ich bereits einige Male zum Wandern gefahren, – diesmal jedoch ließ ich meine Wanderschuhe zu Hause, schließlich wollten wir uns an diesem sonnigen Sonntagvormittag im April Blumen anschauen. Ehrlich gesagt habe ich mich in Deutschland nie großartig für Blumen interessiert, – klar gab es in Parks oder Schlossgärten, die ich besuchte, ganz schöne Blumen zu betrachten, ich fand das jedoch nie spektakulär genug, um extra fürs Blumen-Schauen irendwo hinzufahren. In Japan ist das anders. Hier sind Blumenfelder eindeutig Touristen-Mangnete, – und damit meine ich nicht nur die Kirschblüten-Bäume im April- , und am Wochenende oder an Feiertagen können sich vor bestens vermarkteten Parks auch gerne mal meterlange Menschenschlangen bilden. Wahrscheinlich liegt das an der farblich strategisch-kreativen Bepflanzung, oder auch einfach daran, dass der typische Japaner allgemein viel mehr über Pflanzen und deren Blütezeit weiß als der gemeine Deutsche (oder ich im Speziellen…).

Lange Rede kurzer Sinn, vor einigen Tagen machten auch wir uns also auf zu einer der berühmten Blumenanlagen in Tokyo-Nähe. Dort wollten wir uns die ganze pinke Pracht der „Shibazakura“ -Blütenfelder (Wikipedia nennt mir „Polster-Phlox“ als deutsche Bezeichnung, vielleicht kann das ja jemand verifizieren^^;) im Hitsujiyama Park (羊山公園, wörtliche Übersetzung: „Schafsberg/Park“) in Chichibu ansehen. Etwa zwei Stunden brauchten wir von Tokyo bis zum Yokoze-Bahnhof, und von dort aus ging es noch einmal 15 Minuten zu Fuß durch die gemütlich-dörfliche Gegend. Der Park selbst, mit seinen neun Blüten-Variationen und angeblich mehr als 400.000 Blumen, die Mitte April bis Anfang Mai blühen, war sehr schön anzusehen und hatte tatsächlich Postkarten-Flair. Allerdings war er sehr klein und der Besucheransturm dafür sehr groß, weswegen es a) doch etwas stressig werden könnte und b) man sich, wenn man den ganzen weiten Weg aus Tokyo kommt, lieber erkunden sollte, was es in der Nähe sonst noch zu sehen gibt. Alles in allem ein schöner Ausflug, wer es jedoch spektakulärer mag, sollte vielleicht lieber die Blumenfelder in Fuji-Nähe in Erwägung ziehen, – da ist dann aber noch mehr Vorsicht vor noch mehr Besuchern geboten ;).

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