Recent Escapes into the Nature in Saitama

Wer meinen Blog bereits länger verfolgt, dem wird nicht entgangen sein, dass ich gerne wandern gehe. All das Grün um mich herum, die frische Luft und der Sport an sich haben eine unglaublich Stress-reduzierende Wirkung, und ich kann nach so einem Wandersonntag (fast) ganz entspannt in die nächste Arbeitswoche starten. Aber ich wiederhole mich, glaube ich. Jedenfalls ging es zusammen mit dem Frühlingswetter vor einiger Zeit wieder einmal nach Saitama in die Berge.

 

Mt. Bonoore (棒の折山) (969m)

Mit der Bahn fuhren wir bis zum Hanno-Bahnhof, und von dort ging es mit dem Kokusai Kogyo Bus (国際興業バス) etwa 40 Minuten bis zu der Haltestelle „Sawarabi no Yu“ (さわらびの湯), von wo unser Wanderweg beginnen sollte. Der Weg führte uns zunächst an einer Straße entlang zu einem See und dem Arima-Damm, von dort dauerte es allerdings nicht lange, bis wir zu einem Waldpfad gelagten. Ab da fing der eigentliche Aufstieg an, der zwar relativ einfach zu bewältigen war, aber doch auch ein paar steile Stellen vorzuweisen hatte. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch der Vater, der mit seinen zwei kleinen Kindern unterwegs war und einen der Söhne, vielleicht 4 Jahre alt, den gesamten Weg über auf den Schultern trug! Unser Weg führte, als netter Bonus sozusagen, teilweise inmitten durch einen kleinen Bach, der den Berg hinunterfloß, und war auch sonst ganz abwechslungsreich mit einer ausgewogenen Baum-Bach-Fels-Kombination und einer netten Panorama-Aussicht auf die umliegenden Berge oben am Gipfel. Leider verliefen wir uns am Ende etwas (am großen Felsen mit den vielen Schildern ist Vorsicht geboten!) und liefen daher eine halbe Stunde länger als geplant; glücklicherweise fanden wir jedoch doch noch den richtigen Weg, der uns zum Abschluss, nach 8.2km, in ca. 4,5 Stunden bewältigt, zu dem Onsen des Ryokan (traditionelle Herberge) „Taishoukaku“(大松閣) führte. Was auch herrlich war, vor allem, da außer mir nur zwei Omis zu Gast waren und ich schon bald das Bad für mich alleine hatte. Alles in allem, ein toller Wandertag, und eine Route, die auch Wanderer ohne Erfahrung relativ leicht bewältigen können.

 

Mt. Kannokurayama (管ノ倉山) (344m)

In der Golden Week führte uns unser Ausflug abseits der Massen zum Kannokurayama-Berg, oder eher Bergchen, der wirklich einfach zu erklimmen war und mich vergeblich auf den sonst vorprogrammierten Muskelkater am nächsten Tag warten ließ. Wir starteten unsere Wanderung vom Tobu-Takezawa-Bahnhof aus und liefen erst einmal unter der vormittäglichen Hitze eine halbe Stunde durch die Ortschaft, bevor es an einem See vorbei und tatsächlich in den Wald hinein ging. Der Gipfel des Kannokurayama war schnell erreicht und auch der angrenzende Gipfel des Sekisonyama (石尊山) (341m) ließ nicht lange auf sich warten. Leider war es das dann auch schon mit der eigentlichen Waldwanderung, und die restlichen 1,5 Stunden ging es eher durch Felder, an verlassenen Straßen und nachbarschaftlichen Häusern vorbei. Auch diesmal war unser Ziel wieder eine heiße Quelle (…denn was gibt es besseres…), nämlich „Ogawa Onsen – Kawara no Yu“ (おがわ温泉 花和楽の湯) in der Ortschaft Ogawa. Auch wenn wir dank des Besucheransturms eine geschlagene Stunde warten mussten, bis wir tatsächlich baden konnten, kann ich das Bad an sich wirklich empfehlen (vor allem das mit Kohlensäure angereicherte Außenbecken „Ramune-furo“!). Fazit: mit 10,4 km und knapp 4 Stunden Wanderung ein ganz netter Ausflug, aber ich hätte mir dann doch mehr Wald und Natur, und weniger Häuser unterwegs gewünscht.

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