Yamagata travels: A temple in the mountain, onsen and a volcano

Da eine Freundin von mir nach Japan reiste, beschlossen wir spontan, zusammen ein wenig die Präfektur Yamagata im Nord-Osten Japans unsicher zu machen. Extra-Urlaub war für mich leider nicht drin, aber da Yamagata von Tokyo aus in etwas mehr als zwei Stunden mit dem Shinkansen zu erreichen ist, hatten wir trotz Wochenende-Trip genug Zeit für gutes Essen (beispielsweise für leckere Konnyaku-Bällchen), gemütliche Onsen-Besuche (wir waren hier und hier, wobei letzteres mit seinem leicht schwefelhaltigen Wasser meiner Haut mal wieder ungemein gut getan hat) und sogar zwei von Yamagatas berühmtesten Sehenswürdigkeiten.

Zum einen wäre da Yamadera, was übersetzt so viel heißt wie Bergtempel, ein Ort, der wegen seiner interessanten Anordnung von Tempel-Anlagen an einem Berghang und der farbenfrohen Herbstblätter viele Touristen anzieht. Im 9.Jahrhundert von einer buddhistischen Sekte gegründet, haben die Tempel auch den berühmten Haiku-Dichter Matsuo Basho seinerzeit bereits zu literarischer Wortkunst inspiriert (siehe erste Seite;)). Übrigens muss man etwa 1000 Stufen erklimmen, um Erleuchtung zu finden, bzw. die schöne Aussicht von den oberen Tempeln aus genießen zu können!

Nach dem kunterbunten Yamadera besichtigten wir auch noch Mt. Zao, eigentlich berühmt für sein Ski-Gebiet, aber auch bekannt für seinen ‚Okama‘-Krater und türkisblauen Vulkansee, der je nach Wetterlage gerne mal die Farbe wechselt. Eigentlich hatten wir vor, per Seilbahn auf den Berg zu fahren, und von dort dann noch einmal zu Fuß etwa 45 Minuten zum Krater zu laufen, – die Dame im Touristenzentrum riet uns aber wegen schlechten Wetterverhältnissen und nicht-vorhandener Wander-Ausrüstung dringend davon ab. Und wie Recht sie doch hatte! Nach einer 90-minütigen Busfahrt zum Krater erwarteten uns in etwa 1840 Metern Höhe ein eisiger Wind und sage und schreibe -3 Grad..! So hieß es, nur einmal kurz aus dem Bus hüpfen, schnell ein paar Fotos schießen und dann Zuflucht im nahe gelegenen Restaurant zu suchen, um dort Gesicht und Hände wieder aufzutauen.

Auch wenn wir doch nicht wie geplant wandern gehen konnten, war das Yamagata-Wochenende echt entspannend (allein die Shinkansen-Fahrt…) und überaus sehenswert!

5 Kommentare

    • Hallo Paul, und vielen Dank für deinen Kommentar und das Kompliment 🙂 Auf Tsushima war ich noch nicht, da ist es aber sicher auch wieder etwas anders als auf der japanischen Hauptinsel. Dieses Jahr im Mai fahre ich auch für ein paar Tage nach Busan 😉

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