Snowshoeing in Nagano

Seit einigen Jahren fahre ich über meinen Geburtstag in Urlaub. Nichts Großes, einfach nur 2-3 Tage irgendwohin abseits der üblichen Menschenmassen, wo es gutes Essen und (natürliche) heiße Quellen, gibt (bietet sich im Winter schließlich an). Nachdem es letztes Jahr nach Gunma ging, hatten wir dieses Jahr nun einen Kurztrip in die Präfektur Nagano geplant. Und es sollte diesmal nicht nur snowboarden gehen, sondern ich wollte auch endlich mal `snowshoeing` (Schneeschuh-Wandern…?) ausprobieren. Da es dafür einige Anbieter gibt, war die Tour schnell gegoogelt und gebucht, und so ging es an einem frühen Sonntag Nachmittag kurz nach unserer Ankunft in Hakuba, Nagano (immer noch mehr oder weniger berühmt als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1998) los.

Unser Plan sah eine etwa 2,5-stündige Tour auf Mt. Iwatake vor, der eine gemütliche Anfängerstrecke bietet. Natürlich gibt es auch Schneeschuh-Tagestouren auf steileren Strecken, aber wir dachten, für das erste Mal wäre etwas Entspannenderes doch netter. So fuhren wir mit der Schneeschuh-Ausrüstung und unserer Tourleaderin `Bini-chan`, einer älteren lustigen Dame, im Gepäck, zunächst einmal per Gondola-lift auf den Berg hinauf, wo es nach einer kurzen Lauf-Einführung auch schon los ging. Eines der Dinge, die ich an Schneeregionen wie Nagano so liebe, sind die malerischen Berglandschaften. Ich kann mich jedes Mal kaum satt sehen, wenn ich oben stehe und auf den wunderschönen Kontrast aus schneeumhüllten Bergkuppen, Wolkenformationen und dem Tal weit unten in der Ferne blicke. Nun, mit den Schneeschuhen, konnte ich (im Gegensatz zum Snowboarden) auch endlich mal meine Kamera mit auf den Berg nehmen, um der ganzen Pracht um mich herum foto-technisch gerecht zu werden. Tatsächlich war unsere gemütliche Wanderung, während der unsere Schneeschuh-leaderin uns immer wieder etwas über die Bäume, Pflanzen und Tiere in der Region erzählte, die beste Gelegenheit, um Fotos im Schnee zu schießen. Aber auch, wer sonst nicht so viel mit Wintersport anfangen kann, oder nach zu viel des Guten dank des Muskelkaters gerne mal einen ruhigeren Zeitvertreib sucht, dem sei das Schneeschuh-en ans Herz gelegt. Mir jedenfalls hat es sehr gut gefallen, und ich bin nun auch bereit für eine komplette Tagestour (in der nächsten Winter-Saison…) 😉

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