From New York to Tokyo – Street Photography

Zu den Vorteilen, in Tokyo zu wohnen zähle ich eindeutig die vielen Kunstausstellungen, die man hier tagtäglich findet. Manche sind kostenlos, andere verlangen, vor allem im Vergleich zu europäischen Museen, eine Menge Eintrittsgeld. Dabei bin ich auch immer wieder überrascht, dass sich trotz des hohen Eintrittspreises immer wieder Schlangen vor den Museen bilden (wie damals, als wir in der Alfons Mucha – Ausstellung in Roppongi waren und eine halbe Stunde warten mussten, obwohl wir bereits zum Zeitpunkt der Musemsöffnung morgens um 10 Uhr eingetroffen waren!). Manchmal ist es dann so voll, dass man leider nicht wirklich Zeit und Freiraum hat, alle Kunstwerke zu genießen, dennoch finde ich das allgemeine Interesse an Kunst hier befeiend.

Eine eben dieser beliebteren Ausstellungen fand von April bis Juni im Bunkamura Museum in Shibuya statt. Da es sich um eine Fotoausstellung, und zudem noch eine über Straßenfotografie handelte, musste ich dort unbedingt hin. Ausgestellt war eine große Anzahl von  Saul Leiter – Fotografien. Saul Leiter ist berühmt für seine New York – Fotografien und Regenfotos aus den 50er und 60er Jahren, die durch ihre außergewöhnliche Farbgebung wie Gemälde erscheinen; es gibt sogar einen Dokumentarfilm von 2013 über ihn, den ich jedem ans Herz legen kann.

Er hat mich jedenfalls dazu inspiriert, die Straßen Tokyos wieder mehr ins Visier meiner Kamera zu nehmen, denn eigentlich gibt es ja an jeder Ecke etwas zu entdecken (auch nach nun fast drei Jahren „city life“ in Japans Hauptstadt ;)). Mit meiner Kamera bin ich also durch Shibuya marschiert und habe mich à la Saul Leiter inspirieren lassen, – aber seht selbst 🙂

 

I don’t have a philosophy. I have a camera. I look into the camera and take pictures. My photographs are the tiniest part of what I see that could be photographed. They are fragments of endless possibilities.
– Saul Leiter –


4 Gedanken zu “From New York to Tokyo – Street Photography

  1. Hallo Hanna,
    zunächst „Daumen hoch“ für Deine Web-Seite, auf der man zahleiche Anregungen für die nächste Japan Reise findet.
    Was die Kunstausstellungen und den Gefallen der Japaner an selbigen anbelangt, kann ich dies seit meiner ersten Japan Tour im Oktober 2017 vollauf bestätigen. Direkt am zweiten Tag fand ich in der „Tokyo Station Galerie“ eine hochkarätige Chagall Ausstellung (The Third Dimension) mit einmaligen Exponaten. Am gleichen Tag in Ginza auch nur per Zufall im 8.OG irgend eines Hauses eine Ausstellung japanischer Künstler, die mir ebenfalls, wie auch vielen Einheimischen, sehr gefiel. Getoppt wurde das dann einige Tage später vom „Pola Museum of Art“ in Hakone mit der Ausstellung “ A Century of Art Journey through 100 Masterpieces“. Werke von Van-Gogh, Cezanne, Degas, Chagall, Monet, Renoir uvm. das es einem die Sprache verschlug. Am letzten Tag in Tokyo habe ich mir dann noch im „Mitsubishi Ichigokan Museum“ noch die Ausstellung „From Elite to the Streets“ angesehen. Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Van-Gogh Museum in Amsterdam u.A. mit Werken von Lautrec, Bonnard. Es ist wirklich schön zu sehen, wie die Japaner kulturell interessiert sind, was übrigens auch für die klassische Musik gilt. Also wer in Japan bezüglich Kunst nicht auf seine Kosten kommt ist es selber schuld. So, genug von diesem schönen Land geschwärmt 🙂
    Jetzt freue ich mich auf meine nächste Reise nach Japan vom 4.4.-25.04.2018
    Dir und Deinem Mann alles Gute!
    Viele Grüße aus Köln
    Thomas

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    1. Ja, das Interesse an der Kunst und auch klassischer Musik hier finde ich auch sehr schön 🙂 In Tokyo gibt es echt unzählige kleine Gallerien mit Ausstellung von (semi-professionellen) Künstlern, es ist eine sehr spannende kleine Szene! Dir wünsche ich eine tolle Zeit in Japan! 😀

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      1. Hallo Hanna,
        vielen Dank für Deine Wünsche zu meiner Reise. Ich habe gerade vier Tage Kyoto genossen und bin noch voll mit schönen Eindrücken. Bist Du hier (Kyoto) mal den Philosophen Pfad während der Kirschblüte entlang gegangen? Einfach traumhaft und nicht so überlaufen. Jetzt bin ich vier Tage in Hakone, was ich bereits kenne. Ich freue mich für Dich wenn’s bei Dir weniger stressig ist als in den vorangegangenen Jahren. Mal eine dumme Frage. Wenn Du hier arbeitest dann kannst Du doch sicher auch japanisch. Ist das nicht irre schwer? Ich ziehe auf jeden Fall meinen Hut vor Dir, denn hier als Europäer zu leben und zu arbeiten ist eine andere Hausnummer, als wenn man als Tourist mit festem Rückflug Ticket hier hin kommt.
        Viele Grüße
        Thomas

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